Dragqueenshow in Amsterdam: Die perfekte Nacht zwischen Rotlichttour & Glamour

Drag Queen show café the queens head. Blonde performer in a white dress on stage. The performer appears to be in a theatrical setting.
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Unser erstes Mal im Rotlichtviertel…
Hallöchen, wir sind Annina und Lilli, Praktikantinnen bei Amsterdamliebe und noch ganz neu in der Stadt. Wir wollen euch mit diesem Blogbeitrag einmal mitnehmen auf unseren unvergesslichen Abend im Rotlichtviertel und der Dragqueenshow in Amsterdam. Seid gespannt, was wir dort erlebt haben…

Der perfekte Start in die Amsterdamer Nacht: die Rotlichttour

Begonnen haben wir den Abend – wie könnte es anders sein – mit einer Tour durch das berühmt-berüchtigte Rotlichtviertel in Amsterdam, durch das uns unser lieber Tourguide Francesco geführt hat. Getroffen haben wir ihn auf dem Damplatz, einem der zentralsten Punkte in Amsterdam. Von dort aus sind es nur wenige Meter, bis man mitten im Geschehen des Rotlichtviertels steht. Anders als viele denken, besteht das Viertel nicht nur aus einer, sondern aus vielen kleinen Straßen. In manchen ist mehr los, in anderen weniger. Sicher ist aber: Wer sich hier aufhält, hat überall etwas zu gucken. Bekannt ist das Viertel außerdem auch unter dem Namen „de Wallen.“ Wir sind davor noch nie in diesem Viertel gewesen und waren daher umso gespannter, was uns dort alles erwarten würde.

Unser erster Stopp war die Condomerie. Der auf Kondome spezialisierte Laden macht es sich seit 1987 zur Aufgabe, Tabus zu brechen und Safe Sex zu promoten. Heute gibt es dort neben normalen Kondomen auch lustige Souvenirs sowie verschiedenste Ausführungen von Kondomen zu kaufen. Danach ging es weiter zur Oude Kerk. Der ein oder andere denkt sich jetzt zurecht: „Eine Kirche im Rotlichtviertel? Wie passt das zusammen?“ – das ist tatsächlich gar nicht so abwegig. Unser lieber Francesco hat uns darüber aufgeklärt, warum das so ist. Wenn ihr auch wissen möchtet, was es mit der Oude Kerk auf sich hat, besucht doch gerne unsere Rotlichttour! 😉

Über die Warmoesstraat ging es für uns näher ans Geschehen heran. Sie ist mit über 700 Jahren eine der ältesten Straßen Amsterdams. Man stößt hier sowohl auf Restaurants und Bars als auch auf diverse Shops. Ehe man sich versieht, sind wir schon mitten im Geschehen an der Oudezijds Achterburgwal. Entlang der Gracht befinden sich die populärsten Attraktionen des Viertels.
Im Amsterdamer Rotlichtviertel findet man unzählige rot beleuchtete Fenster, hinter denen sich leicht bekleidete Damen befinden und ihre Dienstleistungen anbieten. Aber damit nicht genug: Auch Live-Sex-Theater, diverse Souvenirläden (mit sexy Souvenirs und natürlich auch regulären) und selbstverständlich zahlreiche Restaurants und Bars sind Teil des Rotlichtviertels. Hier gilt: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Unser letzter Stopp auf der Tour war die Live-Peep-Show im Sex Palace. Wer mochte, konnte für nur 2 Euro hineingehen und schauen, was die Damen an diesem Tag geboten haben. Die Peep-Shows sind nämlich niemals gleich – aber kleiner Disclaimer: Man kann immer mit viel nackter Haut rechnen. Die Tour mit Francesco war der perfekte Auftakt für unseren Abend und Einführung in die Thematik: lustig, locker, aber zurecht auch kritisch.

Die besten Drinks & kleine Speisen zum kleinen Preis

So viele neue Eindrücke machen hungrig. Wie gut, dass sich direkt gegenüber vom Endpunkt der Rotlichttour das Café Fonteyn befindet. Das Fonteyn ist eine super gemütliche Kneipe, in der man leckere Drinks und auch kleine Speisen für wenig Geld bekommt.
Wir haben uns dazu entschieden, Bitterballen, eine niederländische Spezialität, zu probieren. Traditionell sind die kleinen frittierten Bällchen mit einem heißen, cremigen Ragout aus Kalbs- oder Rindfleisch gefüllt und werden mit Senf serviert. Für uns gab es allerdings die Veggie-Variante. Sehr zu empfehlen, aber Achtung, Verbrennungsgefahr! Auch das Hummusbrot können wir wärmstens empfehlen.

Wer es liebt, sich kulinarisch auszutesten, der sollte unbedingt eine unserer Foodtouren besuchen. Gut gestärkt ging es für uns dann weiter zur Dragqueenshow in Amsterdam, unserem nächsten Ziel und dem Highlight unseres Abends.

Der Weg zur Show: Durch Chinatown, vorbei an Coffeeshops

Nachdem wir uns mit Drinks und gutem Essen auf den restlichen Abend eingestimmt hatten, ging es los zum „Café The Queen’s Head“. Dabei gilt definitiv das bekannte Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel“.

Vom Nieuwmarkt aus spaziert man durch das älteste chinesische Viertel auf dem europäischen Festland. Hier findet ihr unzählige asiatische Restaurants, Supermärkte, Teesalons und Souvenirläden – und auch den beeindruckenden Fo Guang Shan He Hua Tempel, den größten Tempel Europas, der im traditionellen chinesischen Stil erbaut wurde.

Auf dem Weg kommt ihr auch an einigen Coffeeshops vorbei, wie zum Beispiel Jolly Joker. Wir haben uns an diesem Abend zwar gegen einen Abstecher entschieden, aber wenn ihr euch dafür interessiert, schaut doch mal bei unserem Blogbeitrag über Cannabis & Coffeeshops vorbei, damit ihr gut informiert seid!

Highlight des Abends: Drag Queen Show in Amsterdam

Dragqueenshow in Amsterdam im Cafe de Queens Head

Nach unserem kleinen Verdauungsspaziergang kamen wir pünktlich um 20:30 Uhr am Queen’s Head Café an (Profi-Tipp: Eine halbe Stunde vor Beginn da sein lohnt sich).

Das Café/Bar ist eher überschaubar, hat aber eine super gemütliche Atmosphäre und eine kleine Bühne für die Drag-Performances. Der Eintritt ist frei, lebt aber davon, dass ihr euch mit leckeren Drinks versorgt. 😉

Bevor die Show begonnen hat, haben wir uns noch eben ein paar Drag Dollars gekauft (1 Dollar = 1 Euro), die wir im Laufe der Show der Drag Queen überreichen – genauer gesagt, in den Slip stecken konnten. Zwischen beeindruckenden Choreografien und Lip-Sync-Auftritten hat die Drag Queen immer wieder Publikumsinteraktionen eingebaut. Die Show lebt von frechen Witzen über Sex und queere Themen. Generell ist die LGBTQ-Szene in Amsterdam besonders groß und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Jedes Jahr findet hier die Canal Parade statt, eines der bekanntesten Pride-Events weltweit. Und in diesem Jahr (2026) ist die Stadt sogar Gastgeber der WorldPride!

Aber zurück zur Dragqueenshow in Amsterdam: Zwischen den Performances sorgten kleine Wettbewerbe für zusätzliche Unterhaltung, bei denen man sogar kostenlose Getränke gewinnen konnte. Dafür wurden immer wieder freiwillige Gäste aus dem Publikum auf die Bühne geholt, die dann in den unterschiedlichsten Challenges gegeneinander antraten – super lustig! 

Fazit

Drinks bei der Dragqueenshow in Amsterdam

Wir hatten einen aufregenden und lustigen Abend als Rotlicht-Neulinge: Angefangen bei interessanten Einblicken ins Rotlichtviertel, über Kulinarik und Kultur, bis hin zum krönenden Abschluss in unserer ersten Drag Show.

Diese Kombination können wir euch absolut empfehlen, um einen guten ersten – aber auch tieferen – Eindruck vom Rotlichtviertel und dem Nachtleben Amsterdams zu bekommen.

Wenn ihr jetzt schon Lust auf den Abend bekommen habt, aber noch keine Idee habt, was ihr tagsüber unternehmen könnt, schaut gerne mal bei unseren Tagestouren vorbei. Wir freuen uns schon auf euch! 

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